HTTP-Referrer bei Mozilla Firefox abschalten

Mit einem Trick schalten Sie bei Mozilla Firefox die Referer-Funktion ab und erhalten so einen kleinen Hauch mehr Anonymität. Mit einem Add-on bringen Sie Firefox dazu, diese Funktion nur auf bestimmten Domains durchzuführen und denen dann auch jeweils individuelle Referrer vorzugaukeln.

von Andreas am 07. Feb 2010
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Wenn Sie auf einen Link klicken, guckt der Browser nach, wohin dieser Link führt und ruft diese Ziel-Webadresse dann auf. Der besuchten Zieladresse sagt ihr Browser dann auch gleich, auf welchen Link Sie für Ihren Besuch geklickt hatten. Diese Verweis-Info ist als "HTTP-Referer" bekannt und lässt die Restruinen Ihrer Anonymität noch ein bisschen mehr bröckeln.

(Weitere Grundlagen und Dienste zum Thema
Referrer und Dereferring finden Sie im Beitrag
"Anonymer klicken mit DeReferrer-Diensten".)

Hier geht's jetzt mal um:

Referer bei Firefox deaktivieren

Wer will, kann bei Firefox den Referrer deaktivieren. Dann sendet der eigene Browser nie mehr diese Infos.

  • Geben Sie in der Firefox Adresszeile about:config ein.
  • Suchen Sie in der Zeile Filter durch Eingabe von network.http.sendRefererHeader den gleichnamigen Eintrag.
  • Doppelklicken Sie auf network.http.sendRefererHeader.
  • Ändern Sie den Wert von 2 auf 0 ein. Ergo: Referer = aus.
  • Starten Sie Firefox neu.

Der Browser verzichtet nun darauf, Referrer-Daten zu übertragen. Dass das wirklich der Fall ist, können Sie auf Diensten wie privacy.net/analyze/ mit einem Test vor und nach dieser Änderung überprüfen.

Aber Vorsicht: Manche Seiten verwenden Referer, um zu funktionieren. Download-Dienste im Web überprüfen zum Beispiel, ob Sie auch wirklich auf den Link beim Download-Dienst geklickt haben - damit nicht andere Geld mit der Werbung auf einer eigenen downloadlosen Downloadseite verdienen, die mühsame Dateitransferleistung aber dem Download-Dienst überlassen. Das Abschalten des Referers lohnt also eher dann, wenn Sie ohnehin Firefox als Anonym-Browser verwenden und sonst auf wichtigen Webseiten mit was anderem unterwegs sind, zum Beispiel Opera.

Schlauer ist natürlich:

Referrer per Firefox-Plugin abschalten

Da gibt's inzwischen einige Erweiterungen auf den Add-on-Seiten von Mozilla unter den Tags referrer und referer. Eine der besseren ist zweifellos

In diesem Plug-In können Sie für jede einzelne Domain festlegen, welche Referrer-Werte der Browser übertragen soll. Sie können einen Mix wählen wie "alle Domains blocken" und dann nur ausgesuchte erlauben oder umgekehrt. Sehr schnuckelig.

Das erlaubt natürlich auch Referrer-Manipulation. Angenommen, eine Website ist so blöd, ihren Inhalt nur über "Referrer" zu "sichern" - dann läßt sich das mit RefControl austricksen. Mir fällt jetzt kein Beispiel ein, aber früher war das auf einigen halbseidenen Seiten durchaus üblich...

Alles völlig paranoid & übertrieben!
Viel einfacher:

Referrer manuell verhindern

Der Paranoide nimmt einfach die Link-Adresse per Cut & Paste auf und fügt sie manuell in ein neues Browser-Tab ein - schon ist der Referrer weg. Ha!


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