Windows 7 - welche Versionen kaufen? OEM? 32 Bit? 64 Bit?
Die Antwort kennen wir schon: 42. Doch wie lautet die Frage der Fragen? Sie lautet: "Welche der vielen Windows-Versionen soll ich bloß kaufen?" Denn einfach ist das nicht: "Home Premium" klingt toll, aber wer möchte nicht "Professional" sein, lohnt sich das Geld für "Ultimate". Und überhaupt: die "OEM-Version" soll ja irgendwie trickreich billiger sein, "32 Bit" dagegen von gestern, "64 Bit" dagegen von heute... hat zwar wenig mit Sicherheit zu tun, dennoch auch hier ein Vergleich, gewachsen auf meiner inzwischen vier Monate langen Erfahrung mit Windows.

Vorweg vielleicht die Frage, ob man überhaupt auf Windows 7 upgraden soll. Meine klare Antwort: Ja. Ich finde es deutlich besser als Vista. Und besser als XP.
- Vista ist so oder so keine Option. Bäh, Pfui deibel.
- Bleiben Sie bei Windows XP, wenn Ihre Hardware von vor 2005 stammt. Bleiben Sie bei XP, wenn Sie zufrieden sind.
- Wechseln Sie zu Windows 7, wenn sie was neues wollen. Zum Wechsel kann ich raten, wenn Ihre Hardware mindestens aus dem Jahr 2009 stammt, der Rechner einen Zweikern-Prozessor hat, Sie mindestens 2 GB Arbeitsspeicher im Rechner haben (1 Gig RAM geht auch, aber 2 GB flutschen), Sie Update-Kosten für Hard- und Software nicht scheuen (neues Nero, neues Image-Backup) und so weiter. Denn das muss klar sein: Systemnahe Tools sprengen die Grenzen der Kompatibilität, und diese Tools (etwa Camtasia) kosten dann ausgerechnet immer zu viel Geld.
- Wechseln Sie zu Windows 7, wenn Sie Extrem-Gamer sind und außerdem bereit, mindestens die Grafikkarte mit einem DirectX-11-fähigen Modell aufzurüsten. (Dank an Eric für die Anregung.) Denn mit der geeigneten Hardware und Windows 7 sehen auf DirectX-11 optimierte Games deutlich besser aus. (Eine Liste verfügbarer Titel finden Sie hier.)
Ganz ehrlich: Windows 7 bietet nichts wirklich Wichtiges. Ja, es hat eine deutlich bessere Firewall (Sie brauchen wirklich keine andere mehr, ich rate seit XPSP3 ohnehin von 3rd-Party-Firewalls ab). Ja, es hat eine vernünftige Heimnetzverwaltung (aber nur, wenn alles im Heimnetz Windows 7 ist). Ja, es bietet buntes Zeug (mein Favorit: wechselnde Wallpapers!) sowie besseren Hardware-Support, etwa AHCI ab Werk (ist aber bei XP ab SP2 nachträglich installierbar). Kurz: Ja, es gibt *keinen _zwingenden_ Grund* für 7.
Aber. Ich finde Windows 7 inzwischen besser und angenehmer als XP und habe das Upgrade nicht bereut. Nur ein altes Notebook läuft hier noch mit XP, der Rest auf 7. Ich bin zum Beispiel jemand, der XP stets im "Windows classic"-Design nutzte und jeden Effekt abschaltete. Bei Windows 7 ist das erstmalig anders. Dort nutze ich die bunte Oberfläche, sie stört einfach weniger, ist sinnvoll implementiert. (Ich schaltete allerdings den Transparenz-Krampf "Aero" ab (also "Windows 7 Basic" an), weil ich die Vorschaufenster weniger sinnvoll finde als Dokumentnamen und Browser-Fenstertitel, aber das mag Geschmackssache sein.)
Vista habe ich drei Monate nach der Installation von der Platte gekratzt, um auf XP downzudaten. Windows 7 hingegen würde ich ungern wieder hergeben.
Home oder Professional oder Ultimate?
Normalen Anwendern rate ich zur einfachsten Windows 7 Home Premium. Mehr braucht man einfach nicht.
Natürlich lockt die Version Professional - mit mehr Features. 1. Backup im Netz. Brauchen Sie das wirklich? Nö. 7 Home kann Backup lokal, das reicht und geht schneller. 2. Domänen-Zugang. Brauchen Sie nur in Firmennetzen, Heimnetze haben keine Domänen. 3. Offline-Dateien: braucht man nur in Firmen. 4. Remotedesktopverbindung: braucht man nur in Firmen, lässt sich durch VNC & Co ersetzen. 5. "Windows XP-Modus" für Virtual XP. Der könnte Ihnen tatsächlich fehlen, sofern Ihr Mainboard hardwareseitige Virtualisierung unterstützt (denn nur dann können Sie den Microsoft-Virtualisierungskram überhaupt nutzen). Allerdings: Brauchen Sie wirklich den XP-Modus?
Wenn es nur darum geht, virtuelle Maschinen einzurichten, dann tun es auch diese Virtualisierungs-Tools:
- Sun VirtualBox www.virtualbox.org
Einwandfreies Teil. Ich betreibe jede Windows-Version zwischen XP und 7 darin, ebenso Linux. Mehr braucht man selten. Gibts auch für Mac und Linux - man kann also virtuelle Maschinen auf OS A aufbauen, in OS B nutzen. Free. Nachteile: Schlechte Dokumentation für Windows-Hosts, weil die meisten VBoxer es auf Linux nutzen. - VMware Player www.vmware.com/de/products/player/
War früher mein Lieblings-Virtualisierer, aber irgendwann nervte es mich, schon wieder für ein Upgrade zu zahlen, und der frei verfügbare Player könnte (wollte) keine OSse einrichten (nur mit Handständen oder Tools). Heute kann er's, ist also ein vollständiger Ersatz für VirtualBox. Free. - Lesen Sie dazu auch meinen bescheidenen Vergleich: 'VirtualBox.org oder VMware Player?'
- Microsoft Windows-XP Modus für Windows 7 Home Premium.
Geht nämlich auch mit Home. Der Trick besteht daran, beim Download auf microsoft.com/windows/virtual-pc/download.aspx anzugeben, man hätte Win 7 Pro, dann lädt man einfach "Windows Virtual PC" herunter (nicht: "Windows XP Mode"). Das installiert man, danach installiert man in die virtuelle Maschine eine legale Version von Windows XP Pro (Home geht nicht).
Ich persönlich finde die Pro-Version trotzdem am Besten, weil sie die geringste Mühe macht (bei Amazon: Windows 7 Professional 32/64 Bit deutsch). Aber die Home Premium reicht für völlig aus (bei Amazon: Windows 7 Home Premium 32/64 Bit deutsch
).
Ausnahme: Notebooks und Netbooks. Ich empfehle dort dringend Windows 7 Professional, weil nur die Pro-Version immerhin EFS als Verschlüsselungssystem auf Dateiebene hat. Das erlaubt es Ihnen, Eigene Dateien etc. auf Notebooks zu verschlüsseln, ohne gleich zu TrueCrypt auf Windows 7 als bremsende Krypto-Dampframme greifen zu müssen.
Ein Wort zur Ultimate: 'überflüssig'. Zwei Ausnahmen: 1. Sie wollen unbedingt dringend Verschlüsselung mit Bitlocker. Aber Verschlüsselung gibts auch woanders... 2. Sie wollen Ihre Sprache in Windows frei wechseln können. Naja...
Vollversion oder OEM-Version?
- Vorteil der Vollversionen: Sie kriegen Support. Naja... Und: Die Packung enthält sowohl 32Bit als auch 64Bit, sie können wahlweise das eine oder andere mit dem Key legal nutzen. Wenn also in zwei Jahren alles 64bittig ist (was ich nicht glaube), dann installieren Sie einfach neu und gut ist. Lohnt sich bei Windows 7 Home Premium. Und: Sie können mit Anytime Upgrade jederzeit zu einer besseren Version upgraden, allerdings für unverhältnismäßig viel Geld.
- Vorteil der OEM-Versionen: sie sind etwas billiger. "Etwas billiger" heißt derzeit 20 Euro bei Home, 130 bei Pro. Lohnt sich bei Windows 7 Professional.
- Nachteil der OEM-Versionen: Sie legen sich als Nutzer fest: 32 Bit oder 64, Home oder sonstwas - es gibt kein (ohnehin zu teures) Anytime Upgrade. (Also lieber hier nicht sparen und gleich die Pro nehmen.)
Hinweis: Die preiswerten OEM-Versionen erkennen Sie am Zusatz "OEM" oder "Systembuilder" bzw. "SB" oder "OEM/SB".
Eigentlich reicht die "Windows 7 Home Premium 32 Bit OEM", die Sie für um die 80 Euro kriegen. Preisvorteil gegenüber Vollversion: etwa 20 Euro (Anfang 2010). Lohnt sich kaum, Sie sind mit der Vollversion besser dran.
- Bei Amazon: Windows 7 Home Premium 32 Bit OEM
/ Home Premium 64 Bit OEM
Wer unbedingt den XP-Modus samt XP-Lizenz haben will, kriegt die "Windows 7 Professional 32 Bit OEM" für um die 115 Steine. Preisvorteil gegenüber Vollversion: etwa 130 Euro (Anfang 2010). Hier lohnt sich OEM!
- Bei Amazon: Windows 7 Professional 32 Bit OEM
- Bei Amazon: Windows 7 Professional 64 Bit OEM
Selbst die Ultimate-Version - auf die bin ich schon bei Vista reingefallen - kostet als "Windows 7 Ultimate 32 Bit OEM" 'nur' 150 Ocken. Preisvorteil: etwa 100 Euro (Anfang 2010). Lohnt sich nicht, weil Ultimate sich nicht lohnt; aber wenn Ultimate, dann gleich OEM:
- Bei Amazon: Windows 7 Ultimate 32 Bit OEM
/ Ultimate 64 Bit OEM
32 Bit oder gleich 64 Bit?
- Wichtigster Vorteil von 32 Bit: alles easy, man ist (noch) Mainstream, geringere Treiber- und Kompatibilitätsprobleme.
- Wichtigster Nachteil von 32 Bit: egal, wie viel Speicher im PC steckt, Windows nimmt nur 3 bis 3,5 GByte davon.
- Bei Amazon: Windows 7 Home Premium 32 Bit OEM
oder Professional 32 Bit OEM
Wenn Ihre Hardware von 2009 oder davor ist, ist 64 Bit tatsächlich eine Option. Aber Vorsicht: Es gibt kaum 64-Bit-Anwendungen, die es ausreizen. Sie hätten effektiv kaum was davon, weder mehr Speed noch mehr Stabilität. "64-Bit-Performance" ist eine Mär, wir reden von 1 bis maximal 10 Prozent in Alltags-Szenarien. Es lohnt sich derzeit (Anfang 2010) wirklich nur, wenn Sie mehr als 3,5 GByte Speicher nutzen wollen - denn das kann Windows 7 32bit nicht.
- Wichtigster Vorteil von 64 Bit: 4 GByte und mehr Speicher nutzbar.
- Wichtigster Nachteil von 64 Bit: einige wenige Kompatibilitätsprobleme, gelegentlich Treiber-Knappheit, allgemeine Ungewissheit und das ständige Gefühl, "alles muss 64 Bit sein und die alten 32-Bit-Sachen stören nur".
- Bei Amazon: Windows 7 Home Premium 64 Bit OEM
/ Professional 64 Bit OEM
Muss man 64 Bit haben? Nein, man kann. 64 Bit lohnen sich derzeit nur, wenn Sie eine Anwendung haben, von der Sie gewiss wissen, dass sie mit 64 Bit arbeitet (Microsoft Office 2007 tut es zum Beispiel nicht, Photoshop meines Wissens auch nicht, mir ist auch kein Einsteiger-Videoschnittprogramm bekannt, das mit 64 Bit arbeitet.
Die Frage ist eher umgekehrt: Laufen meine 32-Bit-Anwendungen auf Win 7 64 Bit? Die Antwort lautet: ja, meistens. Nicht besser, aber sie tun es. Meistens. Selbst die meisten Games laufen als 32-Anwendungen direkt in 64-Bit-Win-7. Einige wenige Programme - auch Sicherheitstools - haben (derzeit) in der 64-Bit-Version ein eingeschränktes Feature-Set. Noch. Ich denke, daswir da innerhalb von zwei Jahren einen starken Wandel sehen werden.
Anytime Upgrade?
Bloß nicht. Ein Verlustgeschäft. Lieber die alte Version verscherbeln und eine neue kaufen.
Fazit
Ich bin auf meinem Hauptrechner auf Win 7 Pro 64 OEM umgestiegen, meine Testrechner laufen entweder mit Home und Pro 32 OEM. Ich nahm es als sportliche Gelegenheit, die Hardware upzudaten.
- Mit 32 Bit sind Sie auf der sicheren Seite.
Ab 4 GByte Arbeitsspeicher im Rechner lohnen sich 64 Bit. Es gibt dann kleine Treiber- und Kompatibilitätsprobleme, mit denen man aber leben kann. Je neuer die Hardware, desto besser.
- Wenn es das allerstbilligste für den privaten Einsatz sein soll, dann reichen Windows 7 Home Premium 64 Bit OEM oder Windows 7 Home Premium 32 Bit OEM aber ich finde, Sie sparen damit an der falschen Stelle nur 20 Euro. Daher:
- Wenn Sie als privater Anwender jetzt 32, später 64 Bit haben wollen, dann nehmen Sie mindestens Windows 7 Home Premium 32/64 Bit deutsch
. Das wichtigste Pro-Feature XP-Modus können Sie nachrüsten.
- Wenn Sie Windows 7 auf Notebook oder Netbook betreiben wollen, dann ist Win 7 Pro als OEM-Version die beste Wahl: Windows 7 Professional 64 Bit OEM
oder Windows 7 Professional 32 Bit OEM
- Ultimate braucht keine Sau (außer vielleicht im Unternehmen).
Links
- Versionsvergleich bei Microsoft hier, beim Menüpunkt "Editionen von Windows 7".
- Ein noch detaillierter Versionsvergleich bei MS hier, aber die meisten dieser Versionen sind im Handel gar nicht erhältlich.
- Wenn es dann soweit ist: Lesen Sie den Beitrag: Windows 7 kostenlos sichern und erweitern - es lohnt sich
Und hier noch ein scareware.de-Buchtipp:
736 Seiten rund um Sicherheit, Windows 7, Virenschutz, Backup, Anonymität. Infos hier oder bei Amazon.de: Windows 7 Sicherheit





22. February 2010 um 11:28
Die Frage ob man überhaupt von XP auf Windows 7 umsteigen soll, würde ich etwas anders beantworten.
Wieso sollte man als Hardcore-Gamer bei XP bleiben? Gerade als Vielspieler lohnt der Umstieg auf Windows 7, denn nur dort keine eine moderne Grafikkarte ala Nvidia GTX2xx (DirectX 10)oder ATI 58xx (Direct X11)ihre Vorzüge zu Schau stellen. Denn Nur unter Windows 7 laufen die Spiele im DirectX 10 bzw. 11 Modus. Zwar wird DirectX 11 erst von wenigen Spielen unterstützt aber es werden immer mehr und auch die kommenende Grafikkartengeneration von Nvidia wird Directx 11 fähig sein. ICh denke gerade als Hardcoregamer legt man auf die Grafikqualität viel wert.
Hinzu kommt das unter Windows 7 x64 die Spiele etwas schneller laufen als unter Windows XP.
Als zweites stimmt es meiner Erfahrung nach nicht, dass man min. 2GB Ram haben sollte bzw Hardware aus dem Jahre 2009. Auf allen Rechnern/ Laptops wo Vista vorinstalliert war, ist Windows 7 die deutlich bessere Wahl, zumahl falls es noch keine aktuellen Treiber gibt, die Vista Treiber oftamls auch unter 7 funktionieren.
Zudem sind die Hardwareanforderungen von Windows 7 nur unwesentlich höher als bei XP (im GEgensatz zu Vista). ICh habe es schon auf mehreren Netbooks mit 1GB RAm und Atom getestet und es leif einwandfrei. Zwar sind keine Speed-Wunder zu erwarten, aber langsamer als XP ist es auch nicht.
22. February 2010 um 20:16
Hmm.
Als ich wegen Bioshock Vista ein zweites Mal installierte, ich Wahnsinniger, nur um DirextX-10-Effekte zu haben, da musste ich feststellen, dass Bioshock auf Vista deutlich langsamer war als XP, auch wenn man die entsprechenden Effekte dort abschaltete. Nicht einfach langsamer, immer wieder hakte es regelrecht. Auch Dead Space lief subjektiv auf Windows 7 nicht so flüssig wie auf XP. Das mag aber auch nur subjektiv sein, gebencht habe ich das mangels Vertrauen in Benchmarks nicht. Doch letztlich stellt sich die Frage: Why change a running System, wenn man ein XP hat, auf dem Games super flutschen?
Okay, DirectX 11 ist der Grund. Ich muss allerdings zugeben, dass mich schon der Sprung von DirextX 9 auf 10 nicht sooo weggeflasht hat. Okay, auf Crysis: ja, aber da konnte man auch mit XP und DX 9 reichlich hintweaken. Verglichen damit, was zum Beispiel Stalker (das erste) noch aus DX9 rausholte, fand ich das eber eher erwartbar.
Aber okay: Tesselation. Wird super, keine Frage. Aber seien wir ehrlich: Bis DirectX 11 auf breiter Front da ist, vergeht noch ne Zeit. Bis Games da sind, die Tesselation ausreizen, Games, bei denen man sagt: "Ohne DX 11 mag ich nicht mehr leben!", bis dahin fliesst auch noch viel virtuelles Wasser den Speicher hinunter. (Win 7: Derzeit 10 Prozent, hört man.)
Und dann kann man ja immer noch umstellen. ;-) Ich würde jedenfalls nicht vor Ende diesen Jahres damit rechnen.
Lass es mich so sagen: Du hast in der Sache sicher recht. Aber ich bin halt auch kein Hardcore-Gamer (mehr), dies ist kein Gamer-Forum. Ich habe für so viele Spiele jeweils komplett neu aufgerüstet (zuletzt: Crysis, davor Doom 3) und wurde dennoch von den Ergebnissen eher entäuscht. Daher kann ich nicht einfach enthusiastisch empfehlen.
Desweiteren schreibe ich ja: "wenn Ihre Hardware von 2008 ist und Sie Extrem-Gamer sind" - gemeint ist natürlich nicht derjenige Extrem-Gamer, der seine Hardware *nicht* mit einer DX11-Karte upgradet, denn dann wäre die HW nicht mehr von 2008.
(Dass unter Win7x64 Spiele besser laufen sollen, habe ich gehört - und ich bin sehr gespannt, weil ich am WE auf 64 umgestellt habe. Ich gebe zu, dass ich ein dreiviertel Jahr lang nicht zum Daddeln gekommen bin - daher noch so Uralt-Titel wie Dead Space spiele ;-)
Zu RAM: Ich bin auf 64 vor allem deswegen umgestiegen, weil mir der Speicher ausgeht. Mag auch eine subjektive Sache sein, weil ich viele Tests in virtuellen Maschinen mache und da oft mehrere parallel laufen. Jedenfalls wurde mir 4 zu knapp, ich bin jetzt glücklich mit 8 GB.
Keine Frage ist aber, dass 7 im Vergleich zu Vista sehr genügsam ist und da eher XP ähnelt. Aber auch nur, wenn man nicht die volle Pracht zuschaltet. Und da muss ich da schon fragen: Wozu auf 7 umsteigen, wenn ich das dann so runtertunen muss, dass es wie XP aussieht? Ich jedenfalls wage es nicht wirklich, mein Samsung NC10 Netbook mit Atom-Prozessorchen mit einem 7 zu beglücken, obwohl ich es auch auf 2 GB aufgespeichert habe. Denn mag ja sein, dass es für sich genommen nicht langsamer ist, aber wenn es sich den Speicher mit Anwendungen teilen muss, sieht das sicher anders aus. (Ich war einigermaßen erstaunt, dass Unreal auf dem Netbook extrem gut lief... Mords-Gaudi.)
22. February 2010 um 20:23
Ah, ich sehe gerade in der Liste von DX11-Games, dass Alien vs. Predator neu aufgelegt wurde. War eines meiner Lieblingsgames... Mist, muss ich dann wohl doch die Grafik updaten... aber wehe, das sieht dann nicht super aus! ;-)
6. March 2010 um 09:22
Hallo Andreas,
habe mir gerade deine echt suuper Erklärung rein gezogen. Jetzt haben sich, dank deines tollen Beitrages, für mich sehr viele offene Fragen beantwortet.
Mit dank Gruß Christian
6. March 2010 um 17:28
Hallo in die Runde und erst einmal Danke für diesen sehr guten Artikel.
Ich bin selbst eben erst umgestiegen, da ich mir nach all den Jahren tatsächlich mal was neues gegönnt habe ( Alienware M15x :)
Das Teil mit Windows 7 64Bit ist echt Stark in Sachen Leistung Trotz Windows7 mit Spielereien.
Nach meiner Auffassung geht die Frage nach der Windows Version zwingend mit der verwendeten Hardware Hand-in-Hand.
Genau diese Abstimmung ist es auch, was bei Apple Systemen so Spass macht.
Fragestellungen für einen potenziellen Windows Käufer wären:
Windows 7 64 Bit
- Macht der Ram auch 64 Bit mit?
- harmonisiert Ram mit Prozessorchip?
- was macht der Ram und der Prozessor der Graka?
- Treiberunterstützung für alle Pereferiegeräte um Windows 7 64 Bit ein zu setzen..
Diese Liste lässt sich noch erweitern und zeigt in gleicher Weise, dass die Frage nach der Windows Version nicht einfach mit Ja / Nein beantwortet werden kann.
Grüssle Heiko
6. March 2010 um 20:39
Freut mich. Wenn noch Fragen offen sind, nur her damit. ;-)
6. March 2010 um 20:48
Dem RAM isses wurst, ob 32 oder 64 Bit laufen. Der Graka auch, sofern Treiber existieren, wovon man, wenn das Ding keine CGA-Karte ist, ausgehen kann.
Bei den Peripheriegeräten sieht es hingegen etwas mauer aus ... ich arbeite an einer 64-Bit-Version des Beitrags Windows 7 kostenlos sichern & erweitern und muss zugeben, dass 64Bit hier ziemlich nerven kann. Es sind zugegebenermaßen zuweilen exotische Fragestellungen, aber mal als Beispiel: HP Laserjet 1000, ein braves Arbeitstier aus dem letzte Jahrtausend - treiberlos für 64 Bit, sehr wohl betreibbar an 32-Bit-Win-7, weil Win 7 - wie schon die Versionen zuvor - beim Drucker bereitwillig selbst Windows-2000-Treiber schluckt. Mein Brother HL-2030 war nur anfangs komplett treiberlos, inzwischen gibt's sogar 64 Bit. Aber ob Canon nicht die Gelegenheit nutzt, mich den Lide-60-Scanner durch ein neueres Modell ersetzen zu lassen, dass mag ich gar nicht rauskriegen...
22. September 2010 um 23:04
Vielen Dank an Herrn Winterer, so anschaulich beschrieben las ich Für/Wider Windows 7 ( in all seinen Ausführungen ) noch nie.
Hätte ich es eher gelesen, wäre mir ein Fehlkauf (?) erspart geblieben.
Hier mein Anliegen: Nach vielen Jahren PC mit Microsoft(ware) stieg ich vor einer Woche auf Apple IMac um. Läuft alles perfekt, weil ich aber auf einige MS-Programme angewiesen bin, muss ich zwangsläufig via "Parallels" Windows installieren. Kaufte mir daher eine OEM-Version Home Premium 64 bit. Diese läuft leider nur englisch ( obwohl als "deutsch" beworben ), was habe ich falsch gemacht ? Auf der DVD ist ein Ordner mit Bezeichnung "DE" enthalten, ich bekomme den Wechsel der Sprache allerdings nicht hin. Kann mir jemand helfen? Falls es keine Möglichkeit vzum Sprachwechsel gibt, würde der Händler die Software zurücknehmen ( sehr kulant, da ja bereits benutzt ) .
Welche deutsche Version könnte mit als Ersatz empfohlen werden ? Die Ansprüche an Windows sind nicht sehr hoch, da ich nur wenige Büroprogramme ( Lexware, Koldi, Star-Money, Alaska-Bestellsoftware ) nutzen möchte, alles andere läuft über Apple.
Würde mich freuen, wenn ich Informationen bekomme.
Vielen Dank !
Stephan Fritzsche
23. September 2010 um 15:33
Das einfache Umstellen der Sprache im Nachhinein ist bei dieser Windows-Version meines Wissens nicht möglich, das geht, soweit ich mich erinnere, nur bei Ultimate und Enterprise Edition. Jedenfalls nicht ohne Basteleien. Bei diesen helfen Ihnen möglicherweise diese Microsoft-Seiten:
Wie kann ich regionale Formate und Sprachen nutzen?
http://windows.microsoft.com/de-de/windows7/What-can-I-do-with-regional-formats-and-languages
Installieren oder Ändern einer Anzeigesprache
http://windows.microsoft.com/de-DE/windows7/Install-or-change-a-display-language
Normalerweise kann Parallels auf dem Mac problemlos mit Windows 7 Deutsch umgehen; ich zum Beispiel habe zwei deutsche Windows-7-Lizenzen laufen, die frisch in Parallels 5 installiert worden waren. Ich könnte mir daher höchstens vorstellen, dass es an "64 Bit" liegt, würde Ihnen also zur Windows OEM-Version Home Premium 32 Bit raten. Das ist aber reine Theorie, weil ich persönlich in Parallels stets 32-Bit-Versionen installiert habe (weil meines Wissens Parallels auf dem Mac selbst bis vor nicht allzu langer Zeit nur 32-bittig war).
Es könnte auch sein, dass Sie eine Version von Parallels hatten, die nicht selbständig einwandfrei und fehlerlos die zu installierende Sprachversion erkannt und installiert hat. Also: Parallels hätte vielleicht die Sprache richtig erkannt, wäre es nicht die 64-Bit-Version gewesen. Daher hat es sich blöd angestellt, englisch erkannt und auch installiert. Reine Spekulation.
Haben Sie denn mal probiert, Ihr Windows OEM-Version Home Premium 64 bit neu zu installieren und dabei auf jede Installationshilfe durch Parallels zu verzichten, also so zu tun, als ob Sie "etwas anderes" installieren, und dafür halt Ihren Key und so weiter von Hand eingeben und Tools manuell installieren? Dann passiert (eigentlich) genau dasselbe wie auf einem handelsüblichen PC, und wenn es Windows 7 ist, müssten Sie einen Menübildschirm mit Sprachwahl erhalten.
Weitere Möglichkeiten, noch spekulativer: Ihre Windows-7-DVD ist nicht "multilingual", sondern "englisch", und möglicherweise eine "Raubkopie" oder "Softwarefälschung" oder auch nur eine "verwechselte DVD"? Probieren Sie doch mal auf einem normalen PC, von der DVD zu booten (bei einem Freund; zur Not: im Elektronik-Markt am Demo-Notebook, vielleicht auch: beim Händler). Da passiert erst mal nichts mit dem bereits installierten, bis Sie zu einem Sprachenbildschim gelangen, der dann deutsch sein sollte. Wenn er das auf einem stinknormalen PC nicht ist, würde ich der DVD die Schuld geben, ergo den Händler bemühen.
Apropos Enterprise Edition: Sie könnten der Beschreibung "Windows 7 (fast) gratis" folgen und dann jeweils 32 und 64 Bit herunterladen und dann einfach mal sehen, ob Parallels bei Win 7 64 Bit anders handelt als bei Win7 32 Bit, also englisch statt deutsch nimmt. Ist zugegebenermassen etwas aufwendig, und ich persönlich würde, weil das letztlich günstiger ist als tagelange Experimente, einfach bei Amazon eine 32-Bit-Version kaufen und gut ist, die 64er-Lizenz können Sie ja wahlweise gebraucht verkaufen (aktiviert? 1 mal aktiviert? kann man ja angeben) oder wer weiß, vielleicht brauchen Sie sie in einem Jahr?
Noch ein Wort: Wenn es sich wirklich um ein legales Windows handelt, rufen Sie doch einfach mal den Microsoft-Support an. Die waren (zumindest früher) keineswegs immer abweisend, nur weil man OEM hat. Probieren kann man es ja mal. Wenn da einer sich am stillen Telefon langweilt, hilft er sicher.
24. September 2010 um 18:33
Vielen Dank an Herrn Winterer für die schnelle Antwort. Ich drucke mir Ihre Hinweise aus und werde nacheinander ausprobieren.
Von einem legalen Windows gehe ich aus, habe es in einem zuverlässigen ( den Bewertungen nach ) Internetshop erworben. Dieser Shop will mir inzwischen eine neue DVD zusenden, weil ein Defekt auf der gelieferten Ware vermutet wird, wenn ich es noch vor Absendung dieser schaffe, werde ich 32-Bit bestellen. Die Rückgabe bleibt mir dann immer noch.
An eine eventuelle "Unverträglichleit", zumindest beim Installationsvorgang, mit Parallels dachte ich auch schon. Na mal sehen, ich probiere die Tips ( bzw. dann die neue DVD )aus und werde später an dieser Stelle über den Fortgang berichten.
Nochmals vielen Dank und Grüße von Stephan Fritzsche
7. October 2010 um 22:01
Hier mein Installationserlebnis mit Windows auf dem IMac:
Die Tips von Herrn Winterer als Ausdruck parat versuchte ich zunächst, Windows ohne Parallels zu installieren, also Parallels runter vom Mac (geht schnell und einfach, wie Apple das verspricht) und Windows 7 DVD eingelegt. Das System verlangt für diese Installation eine Extra Partition, das will ich aber nicht, ergo: diese Möglichkeit fällt flach. Parallels wieder drauf und nochmals ein Versuch, Windows 7 in deutscher Sprache zu installieren. ES GEHT NICHT ! Ich werde garnicht gefragt, welche Sprache es sein soll, es läuft alles stupid ohne Wahlmöglichkeit in englisch ab. Und das, obwohl ich nach öffnen der DVD am PC sehen kann, es ist ein umfangreicher Ordner "DE" enthalten.
Nun geht die DVD auf meinen altren Rechner, um das dortige Windows XP upzugraden. Fällt sofort flach, Fehlermeldung, weil 64 Bit ( Win 7 ) nicht auf 32 Bit (XP) passen.
Inzwischen ist die Ersatz-DVD des Händlers eingetroffen, leider nichts für mich, auf dem Cover stehen als enthaltene Sprachen nur englisch, spanisch, portugiesisch. Naja, kostet mich nix außer Zeit. DVD bleibt original versiegelt und wird mit der ersten Scheibe zurückgesendet. Shop hat sich für Unannehmlichkeiten entschuldigt und die Software problemlos zurückgenommen, Kaufpreis voll ersetzt. Finde ich Klasse, gibt es so nicht überall. Verkäufer war übrigens "trustandfair" aus Berlin, auch unter softwarebilliger.de im Netz zu finden.
Vielleicht liegt es doch an einer "Unverträglichkeit" von Parallels mit der 64 Bit Windows-Version ? Ich will nun den Händler nicht weiter nerven und bestelle über Ebay eine günstige Win XP - CD inkl. SP 3 in 32 Bit, also das, was ich von meinem alten PC kenne ( und was dort auch noch läuft ). Und siehe da, diese Scheibe wird vom IMac akzeptiert, die Installation läuft zwar recht behäbig ab, dauert mehr als 30 Minuten, aber es funktioniert und das Betriebssystem steht in deutscher Sprache zur Verfügung.
Vielleicht werde ich irgendwann mal versuchen, auf das XP die Win 7 aufzuspielen, sicher finde ich irgendwo noch Tips, die mir weiterhelfen, aber momentan bin ich mit dem eingerichteten Apple-IMac sehr zufrieden und werde zunächst nichts ändern.
Danke nochmals für die freundliche Hilfe
Grüße von Stephan Fritzsche
10. October 2010 um 20:07
Immer der Ärger, nie geht was ... naja. Man braucht ja auf einem Mac kein Windows - er ist viel besser ohne dran. Und ich wette, es lag an der DVD.