Vodafone verschenkt 500 iPhones 4S

Vodafone verschenkt 500 iPhones 4S. Das finde ich ungeheuer großzügig. Aber ist es auch wahr? Natürlich nicht.

von Andreas am 16. Dec 2011
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Irgendwas muss dran an sein an diesen Über-Gadgets, die vor allem von Gaunern und Betrügern verwendet werden - um via Verlosung (iPhone-Nepp) möglichst viele Leute in die Falle zu locken. So ist das halt, wenn wir uns alle schon zu sehr daran gewöhnt haben, über leichtfertige Like-Klicks und selbstentwürdigende Status-Posts wie "Danke Vodafone!" irgendwo schnell Beute abgreifen zu können.

Vodafone verschenkt 500 iPhones 4S

Vodafone verschenkt 500 iPhones 4S. Harr...

Verdächtig an dieser Aktion war vor allem, das Facebook verwendet wird, aber das ganze auf Domains wie http://voda2011.tumblr.com/ und http://iphone.voda500.com/ abläuft, das dort aber Facebook-Favicons zur Verschleierung einsetzt. Wie man liest, läuft die Aktion schon einige Zeit: Die auf Facebook spezialisierte Sicherheitsseite www.mimikama.at hat es ausprobiert und einen Trojaner erhalten, tekshrek.com ging noch weiter und schaffte es bis zur Abofalle. Laut zweipunktnull.org weiß Vodafone auch Bescheid, doch die Versuche, das Problem abzustellen, scheinen gescheitert zu sein - Seiten wie http://voda-special.tumblr.com sind down, andere aber noch online.

Besonders viel Mühe zur Aufklärung gibt sich der rote "Zensurprovider" aber nicht, auf blog.vodafone.de finde ich persönlich nun irgendwie keine Warnung. Man darf laut fragen: Was nützt all das social media, wenn man es nicht nutzt, sondern es nur als weiteren Propagandaverlautbarungskanal verwendet?

Facebook-Fans jedenfalls können mit https://www.facebook.com/fakepostings?sk=app_2373072738 einen Feed zu Fake-Meldungen abonnieren, der auf den ersten  Blick ganz anständig aussieht. Wer bessere kennt...


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11 Kommentare zu “Vodafone verschenkt 500 iPhones 4S”

  1. Jörg
    19. December 2011 um 10:58

    Was ich nicht verstehe / nie verstanden habe: wieso erlauben Domainprovider Domains mit solchen Namen? Bei nur "voda" im Namen mag es ja noch Zweifelhaft sein was die Verwendung betrifft. Bei allem anderen sollten Provider jedoch für die leichtfertige Realisierung einer Domain a la "ihre-deutsche-bank.de" mit haftbar gemacht werden!
    Ach, was soll es. User werden wahrscheinlich trotzdem darauf reinfallen, da kann man ja sagen was man will. Den meisten ist es ja zu schwierig und zu aufwendig, sich ein bisschen mit dem System zu beschäftigen, mit dem sie so viel erledigen und ihr Geld verschieben!
    Eine Schande. Für Betrüger und Betrogene!

  2. Andreas
    19. December 2011 um 12:25

    Weil man es nicht automatisch kontrollieren kann, nehme ich an.

  3. Jörg
    20. December 2011 um 07:59

    Was von beiden? Die Domainnamen der Betrüger oder die Dummheit der User?
    Ups, das war böse von mir!
    Aber das erinnert mich an diesen Satz von Albert Einstein über die Unendlichkeit des Universums und ...
    Bei dem Universum war er sich ja nicht so sicher.

  4. Andreas
    20. December 2011 um 11:43

    Die Domainnamen, Du Böser! ;-)

    Was die Dummheit angeht: Mir wäre der Quatsch nicht aufgefallen, wenn nicht *wahnsinnig viele* meiner Facebook-Kontakte da mitgemacht hätten. Darunter Akademiker, Informatiker, IT-Fachleute, Social-Media-Fritzen. Dummheit ist also, wenn schon nicht schwer zu kontrollieren, so doch offenbar chwer zu definieren.

    Ich denke, es ist eher eine Frage der Gier. Als durchaus glücklicher Besitzer eines iPads (vor allem wegen der Apps rund um Synthesizer, für die ich früher noch halbe Räume brauchte) stelle ich mir aber die Frage, warum gerade bei den Apple'schen Smartphones die Sicherungen durchbrennen und Jedermann glaubt, Irgendjemand könne ein Interesse haben, ihm ein 600-Euro-Gadget in die Tasche zu stecken. Bzw. gleich 500 davon...

  5. Jörg
    21. December 2011 um 08:03

    Nun, wenn Gier die Vernunft ausschaltet, dann ist es meist nicht nur sehr erfolgreich sondern auch das, was ich als Dummheit bezeichnen würde!?
    Sobald etwas virtuell wird und man sich nicht mit einer physikalischen Gefahr konfrontiert sieht, scheinen viele alle Vorsicht fallen zu lassen.
    Ich frage mich daher immer: wenn ein fremder mir auf der Straße ein solches Angebot machen würde, würde ich da auch "ja" sagen?

  6. Andreas
    21. December 2011 um 08:52

    Ich kann mich Deiner plausiblen Logik nur anschließen. Man kann es wohl nur darauf schieben, dass wir die Regeln des realen Lebens ("Nimm keine Schokolade von fremden Männern!") noch nicht alle für das virtuelle Leben angepasst und verinnerlicht haben.

  7. philipp
    13. January 2012 um 13:43

    "Nimm keine Schokolade von fremden Männern!"
    War genau die Formulierung, die ich gesucht habe - im Blogpost verarbeitet: http://stenographique.wordpress.com/2012/01/13/vodafone-und-die-500-iphones-tausend-verwirrte-liebeserklarungen/

    Danke für die Anregung!

  8. Andreas
    13. January 2012 um 18:13

    Einen Link auf mich hätte Dir das schon wert sein können ;-)

  9. philipp
    13. January 2012 um 19:13

    Schlechter Stil - sorry!
    Link ist eingefügt... ;)

  10. Andreas
    13. January 2012 um 19:16

    Danke! ;-)

  11. Babs
    14. January 2012 um 13:24

    Tja ich bin auch darauf reingefallen, schon weil ich den Link über einen Freund sah. Dieser Freund ist Anwalt und beschäftigt sich sogar beruflich teilweise mit den Abofallen usw. Dann dachte ich mir, ok, Vodafone, riesiges Unternehmen, riesiger Werbeetat, warum nicht? Was sind für die schon 300000 Euro? Aber danke, nun bin ich schlauer!

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