Online-Scanner
Scareware.de hat für Sie zwei Listen zusammengestellt:
- Online-Virenscanner für Internet Explorer, glegentlich auch Firefox oder Java-basierend, die wahlweise den kompletten PC oder ausgesuchte Verzeichnisse durchsuchen können.
- Online-Virenscanner, die mit jedem OS und jedem Browser arbeiten, weil sie nur einzelne Dateien verarbeiten können.
Online-Virenscanner im Web haben einige wichtige Vorteile.
- Erstens sind sie gratis nutzbar. Das mag sich früher oder später ändern, aber ehrlich gesagt rechnet ich derzeit nicht damit.
- Zweitens lassen sich jederzeit und überall starten, ein Browser reicht. Meistens muss dieser der Internet Explorer sein, weil die Online-Virenscanner auf ActiveX basieren. Doch gibt es durchaus auch Web-Virenscanner auf Basis von Java, die im Firefox funktionieren. Oder Scanner, die nur eine einzelne Datei checken, und die daher mit jedem Browser und jeder Plattform nutzbar sind.
- Drittens sind sie stets aktuell, denn die Signaturen stammen mehr oder weniger vom Zeitpunkt des Aufrufs.
- Viertens lassen sie sich zusätzlich zu bestehenden Scannern verwenden. (Das wird zwar niemand empfehlen, aber es geht fast immer. Ratschlag: Einfach solange das Wächter-Modul – “Guard”, “Hintergrundschutz”, “Echtzeitschutz” – deaktivieren, solange man den Webscanner verwendet.) Sie dienen dann als “zweite Meinung”, als schneller Scan zwischendurch für den Fall, dass man seinem eigenen Scanner nicht mehr so richtig vertraut oder nach der Installation einer fragwürdigen Software einen Verdacht hat, der Rechner könnte Opfer einer Attacke geworden sein.
Natürlich haben Online-Virenscanner auch Nachteile:
- Erstens sind sie ganz und gar nicht gründlich. Sie können es nicht sein, weil sie auf einer möglicherweise kompromittierten Umgebung laufen müssen. Ist zum Beispiel ein PC erfolgreich von einer Malware infiltriert und danach neu gestartet worden, haben Windows und der Benutzer unter Umstände keine volle Kontrolle mehr über das, was im Rechner passiert. Selbst ein echter Virenscanner, den man nun installiert, kann an der Aufgabe scheitern, Recht und Ordnung wieder herzustellen. Es empfiehlt sich daher, beim Verdacht einer Infektion von einer Rescue-CD mit Virenscanner zu booten und den PC auch damit zu durchsuchen.
- Zweitens haben sie nicht besonders viele Funktionen. Scannen, eventuell reparieren – das war’s. Eigentlich sind diese Tools ur als Werbefläche für den Hersteller gedacht, nach dem Motto: Wir helfen Dir, und wenns Dir gefallen hat, kauf doch das Vollprodukt.
- Drittens: Bereits infizierte und kompromittierte PCs lassen sich auf diese Weise unter Umständen nicht zuverlässig untersuchen. In diesem Fall startet man besser mit einer Rescue-CD bzw. Boot-CD mit Virenscanner.
- Viertens: Die ActiveX-Controls, auf denen die meisten Online-Scanner basieren, sind ihrerseits Sicherheitsrisiken. Nach dem Scannen sollte man daher die genutzten ActiveX-Steuerelemente entfernen. Alternativ mit Firefox, Opera, Safari, Chrome oder Flock browsen.
Für lau besser als nichts.
- Zu den Multi-File-Online-Virenscannern
- Zu den Single-File-Online-Virenscannern
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